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György Schwajda: Vaterunser (Miatyánk)

Deutsch von Zoltán Deme

MIT Katharina Grabher, Andreas Kosek, Rremi Brandner / Michael Schusser
   LIVE-ELECTRONICS Günther Albrecht
   REGIEASSISTENZ Maria Steinberger
   REGIE Andreas Kosek

bild vaterunser 1 Ist Wahrheit wirklich?
"Wir haben zwei Leben. Das eine, welches wir leben, und das andere, das in unserer Phantasie existiert." So versucht die quasi zwischen zwei Männern stehende Müllerin etwas Licht in eine heikle Angelegenheit zu bringen. Und gleichermaßen nützt sie ihre Perspektive, um die Vorteile des Schattens zu nützen. Freilich unterliegt auch sie der Natur der Sache: Wahrheit ist ein Resultat der Wahrnehmung und unterliegt individuellen Kriterien, die sich gemäß der persönlichen Geschichte manifestieren.
Der ungarische Dramatiker György Schwajda macht "Vaterunser" zum Verwirrspiel um eine Realität, die mehr bestimmt wird von Positionen als von Inhalten, und stößt dabei unweigerlich auf Glaubensfragen, die wiederum nicht ausschließlich mit Religion zu tun haben. Es beginnt damit, dass ein Müller aus Jahrzehnte langer Haft heimkehrt und feststellen muss, dass ein anderer an seine Stelle getreten ist. Sein Weib gibt bald zu, dass beide die ihr Angetrauten sind, die unterschiedlichen Kinder nützen die Gelegenheit ihrem Naturell entsprechend, die Geschichte gerät zum absurd komischen Kriminalstück.

bild vaterunser 2 Und genau so verwirrend dies alles klingt, so einleuchtend geht Schwajda mit zutiefst menschlichen Abgründen um. Die auf das Wesentliche reduzierte Form sowohl von Inszenierung wie Kulisse (mit dezenten, live eingespielten Elektroniksounds von Günther Albrecht) stellen den brisanten Stoff und die involvierten Charaktere erfreulich deutlich in den Vordergrund.
(Martin Juen, Neue Vorarlberger Tageszeitung)


War das alles nur ein Traum?
... Bemerkenswert die in Andeutungen belassene Bühnengestaltung, die sich doch zu Mühlen, Windrädern oder Kornfeldern zusammensetzte. Unterstützend fasste die flirrende elektronische Musikbegleitung Günther Albrechts dem theatralen Verwirrspiel unter die Arme.
(VN-vf, Vorarlberger Nachrichten)

Aufführungen 2005/6:

Mit RRemi Brandner“
23. Februar 2006 - Österreichisches Bildungszentrum , Budapest (H)
22. Februar 2006 - Sándor Petöfi Kulturzentrum, Mezöberény (H)
21. Februar 2006 - Reformierte Theologische Universität, Debrecen (H)
21. Februar 2006 - II. Rákóczi Ferenc Müvelödési Központ, Nagykálló (H)
14. Dezember 2005 - Perczel-Mór-Gimnázium, Siófok (H)

Mit Michael Schusser“
24. November 2005 - Theater Forum, Schwechat
27. Februar 2005 - Mehrzwecksaal Volksschule, Düns
23. - 25. Februar 2005 - Theater am Saumarkt, Feldkirch
16. Februar 2005 - Pápai Református Kollégium Gimnáziuma, Pápa (H)
16. Februar 2005 - Kossuth Lajos Gimnázium, Mosonmagyaróvár (H)
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